Limp Bizkit Live in Leipzig 2010

Am 21.09.2010 waren die einstigen großmäuligen Groovemetal / Crossovermonster Limp Bizkit zugast im Leipziger Haus Auensee.
Beginn war 20 Uhr. Leider hat die Vorband wirklich um diese Zeit begonnen und war bereits 20.30 fertig. Nach einer Stunde Soundcheck haben Limp Bizkit ca. 90 Minuten ihre sämtlichen Hits zum Besten gegeben. Das war gut so. Bis auf 2-3 neue und somit unbekannte Lieder waren nur bekannte Singles dabei. Das Ziel einer solcher Show ist Unterhaltung und die wurde geboten.
Fred Durst hat es sich zu Beginn nicht nehmen lassen auf einer Bar zu stehen und die Leute zum Biertrinken zu animieren. Da er als Rüpel bekannt ist, hat er natürlich auch das Publikum in vielerlei Art beleidigt. Man kann also schlussfolgern, dass diese Band zwar älter, keinesweg aber erwachsener geworden ist. Sie machen immer noch die gleiche Musik wie vor über einem Jahrzehnt und tragen immer noch die gleichen lächerlichen Klamotten.
Sehr gut gefallen hat mir die Lautstärke (mal ohne Ohrenbluten), sowie der Moshpit. Hier waren keine voilent-dancenden Emo-Kids am Werk, sondern normale Menschen, die miteinander getanzt haben, anstatt gegeneinander zu kämpfen. Neu für mich waren sich selbst bildende Citcle-Pits - ohne Aufforderung der Band kam es immer wieder zu größeren "Löchern" innerhalb des Publikums, die dann betanzt wurden. Die zweite Neuerung für mich war, dass bei einem bestimmten Lied ein spontanes Sitin ausgelöst wurde. Dabei hat sich gut die Hälfte der anwesenden Gäste auf den dreckigen Boden gehockt. Dann wurde ruhige Musik aufgefahren, die sich irgendwann mit einem Knall in etwas Grooviges verwandelt hat. Beim einsetzen des Knalls sind die ganzen Hocker hochgesprungen. Ja genau - wenn alle Idioten von der Brücke springen, dann muss ich das natürlich auch.
Fazit. Diese Band kann man sich auch als nicht-Fan durchaus mal reinziehen. Unterhaltsam war es alle mal, wenn auch nicht der Überburner.

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